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365 Tage unterwegs und seit dem 13. April 2006 wieder zu Hause
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1. - 11. April 2006

1.4. Die Nacht hindurch regnete es.
Je suedlicher wir kommen, desto deutlicher spueren wir den Herbst. Es wird von Tag zu Tag kuehler.
Weder Sandboarden noch Windsurfen macht bei diesen Bedingungen Spass, also fuhren wir direkt nach Perth.
Was gibt es schoeneres als bei diesem Wetter zu Shoppen? Ja zugegeben, unter der Bettdecke vor dem Fernseher waere auch nicht schlecht, doch darauf muessen wir noch ein paar Tage verzichten. Der Besuch im riesigen Shoppingcenter war auf jeden Fall ein Erlebnis. So viele Leute auf einmal sahen wir an der kompletten Westkueste nicht. Wir hatten viel zu schauen.
Danach bezogen wir unseren neuen Wohnort. Wir leben nun in einem Stadtteil von Perth, in Scarborough am Brighton Beach, an allerbester Lage mit Blick aufs Meer. Nachteilig sind nur die staendig wechselnden Nachbarn und die kalten oeffentlichen Duschen.

2.4. Heute Morgen besuchten wir den Markt in Fremantle. In der alten Markthalle von 1897 wurde allerlei zum Kauf angeboten.
Gleich im Park gegenueber fand ein Fest der hinduistischen Gemeinschaft Westaustraliens statt. Neben Live-Darbietungen waren auch einige Essensstaende vorhanden. Wir testeten die indische und malaysische Kueche.
Der Kueste Perth entlang reiht sich ein traumstrand an den anderen. Am Cottesloe Beach verweilten wir ein paar Stunden.
Danach nutzten wir den verkehrsarmen Sonntag um uns im Stadtzentrum umzusehen.

3.4. Im Kings Park stellten wir unser Auto ab und gingen zu Fuss in die Stadt. Bei so vielen Geschaeften hatten wir den ganzen Tag zu tun.
Um 19.30 Uhr holten wir Claudia und Carmen bei ihrem Backpacker ab. Es war Claudias Geburtstag und so fuhren wir nach Fremantle in Joe's Fish Shack zum Abendessen. Das direkt am Fishing Boat Harbour gelegenen Restaurant war sehr originell eingerichtet. Besonders gefiel uns der VW-Bus, der als Kassenhaeuschen diente. Das Essen war ausgezeichnet. Die beiden hatten uns viel von ihrer 10-taegigen Tour entlang der Westkueste und die damit verbundene Flucht vor dem Zyklon Glenda zu erzaehlen.
In einer Bar in Northbridg goennten wir uns noch ein Glaeschen Wein. Wir fuhren die beiden danach noch zurueck zum Backpacker und gingen schlafen.

4.4. Das Stadleben scheint uns zu schlauchen. Bis zum spaeten Nachmittag machten wir nichts anderes ausser Faulenzen.
Zum Abendessen trafen wir uns mit den beiden Sachslerinnen in Fremantle am South Beach. Es war ziemlich kuehl und so setzen wir uns nach dem Essen in ihren frisch gemieteten Wicked-Bus.

5.4. Heute schauten wir uns Fremantle etwas genauer an. Mit dem Hafen, dem Cappuccino Strip und den viktorianischen Haeusern zeigt sich hier das Leben durchaus von seiner angenehmen Seite.
Wieder zurueck in Scarborough wuschen wir unsere Kleider das letzte Mal im wohl am herzlichsten eingerichteten Waschsalon der kompletten Reise.
Am Abend bekamen wir Besuch von Claudia und Carmen. Bei einem Glaeschen Rotwein sassen wir noch lange in ihrem Bus.

6.4. Claudia und Carmen machten sich heute auf den Weg Richtung Sueden und wir gingen zum Aquarium of Western Australia in Hillarys Boat Harbour. Dieses Aquarium zeigte in eindrucksvoller Weise die Lebewesen der kompletten Kuestenlinie Westaustraliens, was fuer uns besonders interessant war, da wir ja einen Grossteil davon bereist haben. Der absolute Hoehepunkt war der lange Glastunnel im Becken mit den bis zu 3,4 Meter grossen Haien.
Anschliessend spazierten wir gemuetlich durch die Shopping Mall direkt am Hafen.
Nach dem Abendessen fuhren wir nach Fremantle zum Uebernachten, damit wir Morgen schneller bei der Faehre sind.

7.4. Um 08.30 Uhr ging es mit der Faehre auf die ca. 20 km vor Perth liegende Rottnest Island. Wir umrundeten die 12 x 4,5 km grosse Insel mit dem gemieteten Tandem. Es ist wirklich Australiens Fahrrad Paradies, denn nur einheimische duerfen mit dem Auto herumfahren. Im Fahrradtempo konnten wir die Traumbuchten mit den einsamen, schneeweisen Sandstraenden so richtig geniessen. In der Little Salmon Bay schnorchelten wir im eiskalten Wasser. Leider waren wir ziemlich schnell unterkuehlt. Bei der Geordie Bay gingen wir nochmals baden. Natuerlich sahen wir auch einige graubraune, eichhoernchenaendliche Quokka-Zwergkaenguruhs, die auf der Insel heimisch sind. Um 16.15 Uhr mussten wir das Paradies schon wieder verlassen.

8.4. Ein perfekter Herbsttag! Sonnenschein, Temperaturen um 30 Grad und windstill. Wir legten uns den ganzen Tag an den Brighton Beach. Bei den hohen Wellen machte das Body Boarden auch im kuehlen Wasser Spass.

9.4. Heute fuhren wir zur Waschanlage um unser Auto zu reinigen. Damit wir nicht mehr allzuviel umraeumen mussten, verschenkten wir bereits gestern alle Sachen die wir nicht mehr benoetigen an einen aelteren Camper. Als das Auto sauber war, liessen wir es trocknen und fuhren danach auf den gedeckten Parkplatz eines Shoppingcenters um es dort zu polieren. Dank dieser schweisstreibenden Arbeit sieht man die Kratzspuren der unsanften Baumdreckreinigung vom Broome nicht mehr.
Danach verbrachten wir unsere letzten Stunden am Strand.
Es war sehr windig und so genossen wir den letzten Abend im Auto bei einem guten Nachtessen und einer Flasche Wein.

10.4. Nachdem wir im Billabong Backpacker eingecheckt hatten, fuhren wir nach Armadale zur Fahrzeugrueckgabe. Erstaunlicherweise war fuer den "netten" Herrn der Kratzer an der Stossstange ein grosses Problem. Er war der Meinung, dass man die komplette Stossstange neu lackieren muss. Wir sind da anderer Meinung und werden das mit Herrn Meier in Sydney ausdiskutieren muessen. Der Papierkrieg faengt somit wieder von vorne an. So haben wir wenigstens gleich eine Beschaeftigung, wenn wir nach Hause kommen.
Mit dem Zug ging es zurueck in die Stadt zum Frustshoppen.
Wir statteten den Yellow-Ladies im Underground Backpacker einen Ueberraschungsbesuch ab und verabredeten uns gleich fuer den Abend. Im Deens gibt es Montags immer Freibier und eine Liveband. Es ging ziemlich wild zu und her.

11.4. Als wir unsere Shoppingtour beendet hatten, maschierten wir zu Nando's, einem Restaurant wo Nele (eine der Yellow-Ladies) heute arbeitete. Dort gab es leckere Haenchen zu Mittag.
Zurueck in unserem Backbacker fingen wir mit dem Packen an. Es sieht so aus, als ob alles Platz haben wird.
Am Abend kamen Claudia und Carmen vorbei und wir gingen gemeinsam nochmals Fisch essen. Als wir die letzte Bar verlassen wollten, meinten die beiden, sie haetten jemanden gesehen den sie von zu Hause kennen. Wir gingen zurueck und siehe da, wir kannten sie auch. Es waren Karin und Alex aus Emmenbruecke, welche wir in Port Hedland kennengelernt hatten. Sie sassen dort mit einem Paar aus Genf. Australien ist wirklich ein Dorf!

 
 
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